Rund um die Heiligen-Geist- Kirche in Wacken
Pfadfinder
Regenbogen über Sommerlager
Regenbogen über dem Sommerlager 2007 in Polen
 
Überblick

Auf dieser Seite gibt es eine kurze Einführung in den Inhalt einer Gruppenstunde und Informationen für mögliche Helfer. Es gibt eine kurze Einführung  in das pädagogische Konzept der Pfadfinderarbeit und einen Überblick über die  Geschichte und Tradition der Pfadfinder. Und natürlich einen Einblick in unseren Traum von dem Wachsen eines eigenen Pfadfinderstammes in der Kirchengemeinde Wacken, der zum „Ring evangelischer Gemeindepfadfinder“ gehört.

Die Gruppenstunde

Unsere Gruppenstunden haben ein festes Anfangs- und Endritual. Dazwischen singen wir gemeinsam christliche Lieder und derbe Pfadfinderlieder, hören oder spielen eine biblische Geschichte und lernen das pfadfinderische Wissen, zum Beispiel ein sicheres Feuer zu machen, den kontrollierten Umgang mit Messer und Säge, den Umgang mit Kompass und Karte und die Orientierung ohne Kompass. Es gibt auch meist etwas, das man zusammen machen muss: ein Geländespiel,  ein Wahrnehmungsspiel, ein Orientierungsspiel, ein Wettspiel. Und natürlich sind wir viel draußen, basteln und toben.
Die Gruppenstunden sind jeweils am Montag von 16.00 - 17.30 Uhr und Mittwoch von 15.00 - 16.30 Uhr im Harald-von-Neergaard-Haus. Jedes Kind entscheidet sich für einen von beiden Tagen. Kinder ab 8 Jahren sind herzlich eingeladen.

Helfer
Helfer können Konfirmanden genauso sein wie interessierte Eltern oder Jugendliche, pfadfinderisches Wissen setzen wir nicht voraus, nur die Freude an der Pfadfinderarbeit mit  Kindern und einer Offenheit für die Kirchengemeinde. Alle Mitarbeiter werden vom Ring evangelischer Gemeindepfadfinder geschult. Dort gibt es verschiedene Helferkurse und Jugendlichen können auch die JuLeiCa erwerben. Niemand muss alles können – auch als Helfer nicht und auch hier gilt das Pfadfinderprinzip „learning by doing“. Interessierte können sich bei Lars Därmann melden (Telefon 04827-999657)
Pädagogisches Konzept (oder: was macht Pfadfinder aus?)

„Learning by doing“ ist eines der Grundprinzipien der Pfadfinder. Man erlangt Fähigkeiten nur, indem man sich ausprobiert, seine eigenen Grenzen überschreitet und Neues übt. Die Pfadfinderarbeit ist ungemein praktisch angelegt und spricht viele verschiedene Bereiche an. Gefragt sind handwerkliche, intellektuelle, pädagogische, musische, sportliche und vor allem allgemein soziale Fähigkeiten.
Die Gruppe spielt bei den Pfadfindern eine entscheidende Rolle: wir betreiben keine offen Jugendarbeit, sondern legen Wert auf feste Gruppen mit einem festen Bezugsrahmen und einer gewissen Verbindlichkeit.  Äußeres  Zeichen dafür ist die typische Pfadfinderkluft: das hellgrüne Fahrtenhemd mit dem Halstuch. Dieses schafft nicht nur ein wohltuendes Gefühl der Zusammengehörigkeit, es nimmt auch manchen sozialen Unterschieden die Schärfe.
Das Miteinander und die Teamarbeit sind wichtig: Aufgaben können und sollen gemeinsam gelöst werden. Es ist kein Zufall, dass man die schwarzen Pfadfinderzelte (die Kohten und Jurten) nicht alleine aufbauen kann. Auch die Prüfungen auf dem Weg zum Pfadfinder muss niemand alleine bestehen, sondern sie werden immer in einem Team bewältigt. Was der eine nicht weiß, kann dann der andere ergänzen.
Technik ist bei den Pfadfindern weitgehend tabu – bei den Lagern sucht man vergeblich nach Handys, MP3-Playern oder gar Spielekonsolen. Statt dessen lernen Pfadfinder, sich (wieder) mit sich selber, miteinander und in der Natur zu beschäftigen und machen dabei bereichernde Erfahrungen.
Die verschiedenen Lager spielen eine wichtige Rolle im Leben eines Pfadfinderstammes. Es gibt kleine Wochenendlager und im Sommer das große Sommerlager.

Tradition

Vor genau 100 Jahren hat Sir Robert Baden-Powell in England die erste Pfadfindergruppe gegründet. Er hat Jungen aus allen Gesellschaftschichten zusammen gebracht – eine Revolution im England des beginnenden 20. Jahrhunderts, das stark von Klassendenken geprägt war. Bis heute wird in den Pfadfindergruppen nicht nach arm und reich oder sozialer Herkunft unterschieden. Jeder ist mit seinen Stärken und Schwächen gefragt.
Inzwischen sind die Pfadfinder mit 38 Millionen Mitgliedern die weltweit größte Jugendbewegung. In Deutschland gibt es sie seit 1909.
Der „Ring evangelischer Gemeindepfadfinder“ ist dagegen noch relativ jung. Diese Arbeitsgemeinschaft von Kirchengemeinden besteht seit 1995 und steht in der christlichen Tradition der Evangelischen Jugend (von dort haben wir auch unsere flaschengrünen Hemden übernommen) und der bündischen deutschen Pfadfinderbewegung. Als Erkennungszeichen tragen die Gemeindepfadfinder auf der linken Brusttasche eine Lutherrose statt der bei vielen Pfadfindern üblichen Lilie. Weitere Informationen zum „Ring“ gibt es unter www.regp.de
Die militärische Tendenz, die die Pfadfinderei in anderen Ländern teilweise hat, ist der deutschen Pfadfinderbewegung fremd. Sie war während der Zeit des Nationalsozialismus seit 1933 verboten.

Wie geht es weiter - ein Traum von der Zukunft

Nach dem tollen Start mit vielen Kindern und dem feierlichen Gründungsgottesdienst haben sich bereits zwei fest "Wölflings"-Gruppen für Kinder im Alter von 8-10 Jahren gefunden. Immer mehr ehrenamtliche Helfer melden sich, junge Erwachsene und Konfirmanden. Vielleicht ist es schon bald möglich, eine eigene "Sippe" für die Konfirmanden anzubieten. Auch die älteren Kinder sollen nach den Sommerferien 2008 eine eigene Sippe bekommen, in der sie unter sich sind und noch viel mehr lernen können. Für 2008 haben wir auch schon verschiedene Lager geplant.
Daneben werden wir weiter mit verschiedenen Aktionen (z.B. Kuchenverkauf auf dem Weihnachtsmarkt in Wacken) den Grundstock für unsere eigene Ausrüstung wie Kochtopf und Kohten legen.
Das Ziel, auf das wir zusteuern, ist ein komplette Pfadfinderstamm, in dem die älteren Pfadfinder (ab ca. 16 Jahren) die Verantwortung für die Jüngeren übernehmen und für jedes Alter eine entsprechende Gruppe vorhanden ist. Die Pfadfinder helfen bei Gottesdiensten und Festen und fühlen sich mit der Kirchengemeinde verbunden, die wiederum stolz auf ihre Pfadfinderarbeit ist.

Alles nur ein Traum? Noch ja, aber in vielen Gemeinden ist auf diesem Weg eine wachsene Pfadfinderarbeit entstanden und wir haben diesen Traum auch für die Kirchengemeinde Wacken.

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