Rund um die Heiligen-Geist- Kirche in Wacken
Pfadfinder
 
Überblick

Auf dieser Seite gibt es eine kurze Einführung in den Inhalt einer Gruppenstunde und Hintergurndnformationen über die Mitarbeiter. Es gibt eine kurze Einführung  in das pädagogische Konzept der Pfadfinderarbeit und einen Überblick über die  Geschichte und Tradition der Pfadfinder.

Die Wölflings-Gruppenstunde (8 Jahre - 4. Klasse)

Unsere Gruppenstunden haben ein festes Anfangs- und Endritual. Dazwischen singen wir gemeinsam christliche Lieder und derbe Pfadfinderlieder, hören oder spielen eine biblische Geschichte und lernen das pfadfinderische Wissen, zum Beispiel ein sicheres Feuer zu machen, den kontrollierten Umgang mit Messer und Säge, den Umgang mit Kompass und Karte und die Orientierung ohne Kompass. Es gibt auch meist etwas, das man zusammen machen muss: ein Geländespiel,  ein Wahrnehmungsspiel, ein Orientierungsspiel, ein Wettspiel. Und natürlich sind wir viel draußen, basteln und toben.
Die Gruppenstunden sind jeweils am Mittwoch von 15.00 - 16.30 Uhr im Harald-von-Neergaard-Haus. Kinder ab 8 Jahren sind herzlich eingeladen.

Mitarbeit

Mitarbeiter werden immer benötigt - seien es engagierte Gruppenleiter oder hilfsbereite Eltern für Aufgaben an besonderen Tagen (z.B. unserem großen Wolfskopf-Prüfungstag im Wald). Die meisten zukünftigen Mitarbeiter kommen aus der eigenen Pfadfinderarbeit: im Alter von 12,13 und 14 Jahren werden die zukünftigen Mitarbeiter beim Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP) in Helfer-Schulungen auf ihre Aufgabe vorberereitet. Die Helferkurse gehen jeweils ein Wochenende.
Mit 15 Jahren können sie am Jugendgruppenleiterlehrgang des REGP teilnehmen und die JuLeiCa bekommen. Zunehmend übernehmen sie Aufgaben im Stamm und im Ring und wachsen so in die Verantwortung hinein. Sie geben ihr Wissen und ihre Erfahrung an die jüngeren Pfadfinder weiter, die ihrerseits später wieder zu Mitarbeitern werden.

Pädagogisches Konzept (oder: was macht Pfadfinder aus?)

„Learning by doing“ ist eines der Grundprinzipien der Pfadfinder. Man erlangt Fähigkeiten nur, indem man sich ausprobiert, seine eigenen Grenzen überschreitet und Neues übt. Die Pfadfinderarbeit ist ungemein praktisch angelegt und spricht viele verschiedene Bereiche an. Gefragt sind handwerkliche, intellektuelle, pädagogische, musische, sportliche und vor allem allgemein soziale Fähigkeiten.
Die Gruppe spielt bei den Pfadfindern eine entscheidende Rolle: wir betreiben keine offen Jugendarbeit, sondern legen Wert auf feste Gruppen mit einem festen Bezugsrahmen und einer gewissen Verbindlichkeit.  Äußeres  Zeichen dafür ist die typische Pfadfinderkluft: das hellgrüne Fahrtenhemd mit dem Halstuch. Dieses schafft nicht nur ein wohltuendes Gefühl der Zusammengehörigkeit, es nimmt auch manchen sozialen Unterschieden die Schärfe.
Das Miteinander und die Teamarbeit sind wichtig: Aufgaben können und sollen gemeinsam gelöst werden. Es ist kein Zufall, dass man die schwarzen Pfadfinderzelte (die Kohten und Jurten) nicht alleine aufbauen kann. Auch die Prüfungen auf dem Weg zum Pfadfinder muss niemand alleine bestehen, sondern sie werden immer in einem Team bewältigt. Was der eine nicht weiß, kann dann der andere ergänzen.
Technik ist bei den Pfadfindern weitgehend tabu – bei den Lagern sucht man vergeblich nach Handys, MP3-Playern oder gar Spielekonsolen. Statt dessen lernen Pfadfinder, sich (wieder) mit sich selber, miteinander und in der Natur zu beschäftigen und machen dabei bereichernde Erfahrungen.
Die verschiedenen Lager spielen eine wichtige Rolle im Leben eines Pfadfinderstammes. Es gibt kleine Wochenendlager und im Sommer das große Sommerlager.

Tradition

1907 hat Sir Robert Baden-Powell in England die erste Pfadfindergruppe gegründet. Er hat Jungen aus allen Gesellschaftschichten zusammen gebracht – eine Revolution im England des beginnenden 20. Jahrhunderts, das stark von Klassendenken geprägt war. Bis heute wird in den Pfadfindergruppen nicht nach arm und reich oder sozialer Herkunft unterschieden. Jeder ist mit seinen Stärken und Schwächen gefragt.
Inzwischen sind die Pfadfinder mit 38 Millionen Mitgliedern die weltweit größte Jugendbewegung. In Deutschland gibt es sie seit 1909.
Der „Ring evangelischer Gemeindepfadfinder“ ist dagegen noch relativ jung. Diese Arbeitsgemeinschaft von Kirchengemeinden besteht seit 1995 und steht in der christlichen Tradition der Evangelischen Jugend (von dort haben wir auch unsere flaschengrünen Hemden übernommen) und der bündischen deutschen Pfadfinderbewegung. Als Erkennungszeichen tragen die Gemeindepfadfinder auf der linken Brusttasche eine Lutherrose statt der bei vielen Pfadfindern üblichen Lilie. Weitere Informationen zum „Ring“ gibt es unter www.regp.de
Die militärische Tendenz, die die Pfadfinderei in anderen Ländern teilweise hat, ist der deutschen Pfadfinderbewegung fremd. Sie war während der Zeit des Nationalsozialismus seit 1933 verboten.

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